Ich sehe was, was du nicht siehst
unsichtbar und brandgefährlich
Der Scan: Was passiert hier?
Nicht, weil ich mehr über dich weiß.
Ich nehme nur den Satz wörtlich.
Ein Satz. Ganz normal. Keiner schreit. Von außen ist kaum etwas zu sehen. Und trotzdem wirkt er drei Nächte nach.
Ich halte ihn fest.
Was sagt er genau?
Was könnte daran stimmen?
Wo wird er zu groß?
Was bleibt offen?
Ein Gefühl ist noch kein Beweis.
Aber es ist ein Grund, genauer hinzusehen.
Die Ortung: Für wen ist das hier?
Für dich, wenn du aus einem Gespräch gehst und nicht weißt, was gerade passiert ist.
Wenn du dich erklärst und erklärst und es trotzdem kein Ende findet.
Wenn du dich fragst:
Habe ich das richtig verstanden?
Bin ich zu empfindlich?
Bilde ich mir das ein?
Und auch für dich, wenn du danebenstehst und nicht verstehst, warum jemand nicht einfach geht.
Du musst die Antwort noch nicht kennen.
Die Frage reicht, um genauer hinzusehen.
Die Grenze: Was passiert hier nicht?
Dieser Raum hat feste Grenzen.
Ich diagnostiziere keine Menschen.
Ich entscheide nicht, was jemand wirklich ist.
Ich behaupte nicht, was jemand angeblich gemeint hat, wenn der Satz das nicht zeigt.
Schwarzlicht ersetzt weder Therapie noch rechtliche Beratung.
Am Ende steht kein Urteil über einen Menschen.
Es steht eine Karte:
Das ist bekannt.
Das ist möglich.
Das ist nicht belegt.
Hier passt etwas nicht zusammen.
Hier bleibt etwas offen.
Ein Satz darf genau geprüft werden, ohne dass dafür ein ganzer Mensch erklärt werden muss.