Opferrolle (Schuldumkehr)

Der Manipulator stellt sich selbst als Opfer dar, um Mitleid zu bekommen und die Schuld umzudrehen.

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Kurz gesagt

Wie jemand, der beim Ertappt-Werden sofort selbst zu weinen anfängt und plötzlich musst du ihn trösten, statt eine Antwort zu bekommen.

Definition

Der Manipulator stellt sich selbst als Opfer dar von der Situation, von den eigenen Umständen, manchmal sogar von der Person, die er gerade verletzt hat. So bekommt er Mitleid und Aufmerksamkeit, und die Schuldfrage dreht sich um.

Wie zeigt sich das?

  • Auf einen berechtigten Vorwurf folgt keine Antwort zur Sache, sondern eine eigene Leidensgeschichte: "Du weißt gar nicht, wie schwer ich es gerade habe."
  • Tränen, Zusammenbrüche oder Wutausbrüche genau in dem Moment, in dem er zur Rechenschaft gezogen werden soll.
  • Am Ende tröstet die eigentlich verletzte Person den Manipulator und der ursprüngliche Vorwurf ist vom Tisch.

Warum das so wirkt

Die meisten Menschen wollen niemanden leiden sehen. Wer sich selbst als Opfer inszeniert, nutzt genau diesen Reflex Mitgefühl wird zur Ablenkung von der eigentlichen Verantwortung.

Der Unterschied zu echtem Leid

Echtes Leid sucht keinen genauen Zeitpunkt aus. Wer die Rolle nutzt, tut das fast ausschließlich dann, wenn er selbst gerade zur Rede gestellt wird nie in ruhigen Momenten.

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