Isolation
Wie das schrittweise Abschneiden von Menschen, die stützen würden, dafür sorgt, dass am Ende nur noch eine Sichtweise übrig bleibt.
Kurz gesagt
Wie ein Zimmer, dessen Fenster nach und nach zugemauert werden, bis nur noch eine Tür übrig bleibt und die hält der andere in der Hand.
Definition
Das schrittweise Abschneiden von den Menschen, die einen sonst stützen würden — Freunde, Familie, alte Kontakte. Nicht auf einen Schlag, sondern Stück für Stück, oft getarnt als Fürsorge, Eifersucht oder Zeitmangel.
Wie zeigt sich das?
- Ständige Kritik an nahestehenden Personen: "Die meinen es doch gar nicht gut mit dir."
- Streit oder schlechte Stimmung nach jedem Kontakt mit Außenstehenden, irgendwann vermeidet man den Kontakt von sich aus, um Ruhe zu haben.
- Umzüge, Ortswechsel, Kontrolle von Telefon, Nachrichten oder Terminen.
- "Ich will doch nur Zeit mit dir" als Begründung für immer weniger Raum für alles andere.
Warum das so wirkt
Ohne einen Vergleichsmaßstab von außen bleibt nur noch die Sichtweise des Partners übrig. Es gibt niemanden mehr, der von außen sagt: "Das ist nicht normal." Die eigene Wahrnehmung verliert ihren Abgleichspunkt.
Der Unterschied zu normaler Nähe
Ein Paar, das viel Zeit zusammen verbringt, weil es beiden gut tut, lässt trotzdem Raum für andere Menschen. Isolation lässt keinen Raum übrig sie verengt ihn systematisch, bis nur noch eine Beziehung zur Außenwelt bleibt: die zum Partner selbst.