Intellektuelle Abwertung

Eine von drei Abwertungs-Taktiken, sortiert nach dem Ziel — hier: der Verstand.

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Kurz gesagt

Nicht der Körper, nicht das Gefühl, der Verstand selbst wird zur Zielscheibe erklärt.

Definition

Nicht das Aussehen und nicht die Gefühle werden angegriffen, sondern der Verstand selbst: die Fähigkeit, richtig zu denken, zu urteilen oder etwas zu können. Oft beiläufig, wie eine Feststellung statt eines Vorwurfs, genau das macht sie schwer greifbar, weil sie sich als Tatsache tarnt, nicht als Meinung.

Wie zeigt sich das?

  • Pauschal, als Wesenszug: "Du bist zu doof für alles."
  • Als Drohung mit der eigenen Unentbehrlichkeit: "Ohne mich musst du den Kitt aus den Fenstern fressen."
  • Über eine Gruppe verallgemeinert: "Das sind ja nur Mädchen, süß aber doof", koppelt die eigene Kompetenz an ein zugeschriebenes Merkmal, nicht an tatsächliches Verhalten.
  • Als Diskreditierung der Quelle: "Wer dir das erzählt hat, hat doch keine Ahnung", nicht die Aussage wird geprüft, sondern die Quelle für dumm erklärt.
  • Als generelle Unfähigkeit: "Du bist eben einfach so, völlig teamunfähig."

Warum das so wirkt

Wer sich fürs eigene Denken rechtfertigen muss, prüft irgendwann jeden eigenen Gedanken vor, bevor er ihn ausspricht, aus Angst, wieder als dumm oder unfähig abgetan zu werden. Anders als bei körperlicher oder emotionaler Abwertung trifft das die Instanz, die eigentlich prüfen sollte, ob die anderen Abwertungen überhaupt stimmen, das macht sie besonders wirksam als Fundament für die übrigen Taktiken.

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