Dominanzproblematik

Keine einzelne Taktik, sondern die Eigenschaft dahinter: Kontrolle als Quelle von Stabilität und Überlegenheit.

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Kurz gesagt

Wie jemand, der jedes Gespräch nur führen kann, wenn er auf der Treppenstufe über dir steht. Worum es geht, ist ihm egal, die Stufe ist der Punkt.

Definition

Keine einzelne Taktik, sondern die Eigenschaft dahinter: Der Mensch sucht keinen Kontakt auf Augenhöhe. Beziehung wird als Gefälle gebaut, ich oben, du unten und die Kontrolle über Menschen und Situationen ist die Quelle, aus der er sein Gefühl von Stabilität und Überlegenheit zieht.

Wie zeigt sich das?

  • Am Umgang mit einem Nein: Grenzen werden nicht verhandelt, sondern als Angriff auf die Position behandelt.
  • An der Kontrolle von Kontakten, Terminen, Geld, Informationen nicht aus Sorge, sondern als Positionspflege.
  • An ständiger Abwertung, die keinen Anlass braucht: Sie hält das Gefälle instand, nicht das Gespräch.
  • Daran, dass Augenhöhe nie vorkommt, auch nicht in guten Phasen. Die Richtung bleibt immer dieselbe.

Warum dieser Begriff hilft

Er beschreibt Verhalten, keine Diagnose. Er beantwortet die Frage, wie sich das Geschehen benennen lässt, ohne Wörter wie "toxisch" oder eine Persönlichkeits-Etikettierung zu brauchen, gezeigt wird, was jemand tut, nicht was jemand ist.

Der Unterschied zu normalem Kompetenzgefälle

Dass jemand etwas besser kann und vorangeht, ist Alltag, dieses Gefälle ist verhandelbar und kehrt sich je nach Thema um: mal führt die eine, mal der andere. Die Dominanzproblematik kennt nur eine Richtung, bei jedem Thema, zu jeder Zeit, die Position ist wichtiger als jede Sache.

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