Beiläufiger Vergleich

Kein viertes Ziel neben Körper, Gefühl und Verstand, sondern ein Mittel, das alle drei bedienen kann.

← Zurück zum Glossar

Kurz gesagt

Eine Rangliste, die er führt, auf der du nie oben stehst, und die er zuklappt, sobald du danach fragst.

Definition

Scheinbar harmlose Vergleiche mit Dritten — der Ex, der Schwester, der Kollegin, "anderen Frauen", beiläufig eingestreut, nie als Angriff erkennbar. Jeder einzelne ist zu klein, um ihn zu beanstanden. In Summe ergeben sie eine Rangliste, auf der man immer absteigt.

Wie zeigt sich das?

  • "Die Frau von Thomas hat das alles im Griff — und die arbeitet Vollzeit."
  • "Meine Ex hätte da jetzt kein Drama draus gemacht."
  • "Guck mal, wie deine Schwester das macht."
  • Der Maßstab wechselt je nach Bedarf, die Richtung nie.

Warum das so wirkt

Eingebaute Abstreitbarkeit: "Das war doch nur eine Feststellung." Wer sich wehrt, gilt als überempfindlich oder eifersüchtig. Der Maßstab liegt immer bei einem Dritten, also außer Reichweite: Man kann aufholen, so viel man will, die Rangliste führt ein anderer. Über Zeit setzt sich die Position "zu wenig" fest, obwohl kein einzelner Vergleich für sich ein Beweis ist.

Der Unterschied zu ehrlichen Vorbildern

Gemeinsames Vergleichen richtet sich auf Sachen ("so einen Garten hätte ich auch gern") und läuft in beide Richtungen. Der beiläufige Vergleich zielt auf die Person und läuft nur in eine, nach unten.

← Zurück zum Glossar

Schnelltest